Was ist facility-Management ?
Der Begriff
Facility Management ist ein englischer Begriff und bedeutet auf Deutsch soviel wie die Verwaltung und Organisation von Gebäuden und die Bewirtschaftung von Anlagen und Einrichtungen nach der Baufertigstellung. Um den Begriff Facility Management richtig zu interpretieren, werden als "Facilities" alle Grundstücke, Infrastrukturen, Gebäude, Anlagen, Maschinen und Einrichtungen - kurz; das gesamte Anlagevermögen des Unternehmens - betrachtet.
Der Begriff Facility Management wird hier mit der Integration von Planung, Realisierung, Bewirtschaftung und Controlling der "Facilities" gleichgesetzt.
Neben den bereits genannten Aspekten betrachtet Facility Management jedoch das organisatorische Umfeld der Menschen in Gebäuden, bzw. an ihrem Arbeitsplatz.
Was ist Facility Management
Eine Definition des Facility Management (FM) hat zum Ziel, Gebäude kostengünstig zu bewirtschaften und zugleich optimale Bedingungen für die darin arbeitenden Menschen zu schaffen. Übergeordnete Aufgabe des FM ist es, die Immobilie als strategische Ressource in den Gesamtprozess des Unternehmens zu integrieren. Unternehmer erkennen ihre Immobilien zunehmend als eigenständigen Wert, der Rendite erwirtschaften kann. Doch dazu braucht es einen professionellen Umgang mit dem Immobilienbesitz. An diesem Punkt setzt das Facility Management an. Der Facility Manager analysiert ein Gebäude nach vier Hauptkriterien: Gebäudetechnik, Fläche, kaufmännische Verwaltung und infrastrukturelle Dienstleistungen (Reinigung, Sicherheitsdienste, etc.). Beim Facility Manager laufen alle Fäden zusammen: Die Basis des FM bilden lückenlose Gebäudedaten. Sie werden in ein EDV-gestütztes System eingepflegt und stehen als unabdingbare Entscheidungshilfen und Controlling-Instrumente dem Facility Manager zur Verfügung. Er hat alle Bereiche im Blick, denn erst in ihrer Gesamtheit sind die Daten aussagekräftig und offenbaren Optimierungsmöglichkeiten. Dann kann die Immobilie unter ganzheitlichen Aspekten effektiv und effizient betrieben werden.
Facility Management ist somit ein unternehmerisch geprägter Wertschöpfungsprozess, mit der Zielsetzung, durch integrale Planung, Bewirtschaftung und Controlling von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen eine optimierte Nutzungsqualität zu erreichen, die gleichermaßen die Arbeitsproduktivität und Kapitalrentabilität steigert.
In diesem Prozess steht der Mensch im Mittelpunkt. Er erbringt für das Unternehmen eine Leistung und ist somit die wertvollste und wichtigste Ressource. Wenn alle Rahmenbedingungen auf den Mitarbeiter optimal abgestimmt sind, erhöhen sich seine Produktivität, Leistungsfähigkeit und Motivation. So geht es beim FM um kostenorientierte Bewirtschaftung von Liegenschaften und Gebäuden aber vor allem um menschliche, arbeitsmedizinische Faktoren.
FM im Idealfall
Im Idealfall wird schon in der Planungsphase für ein Gebäude ein Facility Manager hinzugezogen. Er arbeitet eng mit dem Architekten, aber auch dem Bauherrn zusammen. Während der Architekt die Vorstellungen des Bauherrn umsetzt, entwirft der Facility Manager ein Szenario für den Betrieb des Gebäudes in den nächsten ca. 30 Jahren und greift mit seinem Wissen in die Planung ein: Fenster müssen nicht nur schön, sondern auch einfach zu reinigen sein, das gleiche gilt für Bodenflächen. Herkömmliche Klimaanlage oder Kühldecken - welches System macht Sinn? Ist Sicherheitstechnik nötig, wenn ja, in welchem Umfang? Werden solche, für den späteren Betrieb wichtige Faktoren, nicht am Anfang berücksichtigt, verursacht der nachträgliche Einbau oder Umbau ein Vielfaches an Kosten. Das gleiche gilt für die Erfassung der Gebäudedaten. Denn nur wenn Flächen- und Technikdaten bereits in der Bauphase genau erfasst werden, ermöglichen sie später einen optimalen Betrieb. Schon mit der richtigen Regulierung, z.B. einer Klimaanlage, kann man nicht nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen, da z.B. mit Energieressourcen sparsam gewirtschaftet wird.